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Bericht
Lotto Cross Cup Mol Lotto Cross Cup Mol

Fabian Clarkson absolvierte das beste Crossrennen seiner Karriere im internationalen Feld beim Lotto Cross Cup in Mol.Er hatte sich klar das Ziel der EM qualifikation vorgenommen. Der DLV hatte im vorhinein ein finish unter den TOP 10 als qualifikationswert bestimmt. Eine Aufgabe die sowohl Athlet wie auch Trainer mit viel Respekt entgegen traten, da sich in Mol die gesamte belgische Laufelite versammelt hatte. Zudem waren Topläufer auch aus dem Umland angereist. Für eine kurzfristige Überraschung sorgte das erscheinen des Irischen Nationalteams, die auch mit vielen starken Läufern aufwarten konnten. Der Deutsche Vizemeister im Hindernislauf und selbsternannter Crossliebhaber konnte an diesem Tag viele Menschen überzeugen. Sowohl seine Teamkollegen und Trainer sowie die belgischen Crossfans die sich an der Strecke und vor ihren Fernsehgeräten tummelten. auf der 9200m langen strecke hielt sich Fabian von beginn an in der Spitzengruppe auf. Als vermehrt etablierte Läufer aus der Führungsgruppe herausfielen behauptete er sich und führte nach der hälfte des Rennens sogar die verfolgung des späteren siegers Alex Kibet aus Kenia an. Nachdem er sich zwischenzeitlich als zweiter absetzen konnte musste er sich in der letzten Runde drei weiteren europäischen Spitzenläufern geschlagen geben (Pieter-Jan Hannes, Jeroen D'hoedt, David McCarthy). Mit seinem fünften Platz übertraf Fabian in Mol nicht nur die erwartungen vieler beobachter sondern erfüllte auch die vom Deutschen Leichtathletik Verband geforderte Nominierungsleistung.

Wir fragen fabian selber: "Was bedeutet dieses Ergebnis für dich?"

Ich hatte mir für das Rennen in Mol klar das Ziel gesetzt in den top ten einzulaufen. Als mein Trainer und ich die Tage vorher die Startliste analysiert haben war mir aber klar das ich es mit hochklassigen Läufern zutun haben würde. Besonders als dann auch noch der Teambus der iren auf dem Gelände ankam war ich sehr verunsichert. Als das Rennen aber losging wusste ich aber schnell das heute einiges gehen würde. ich hab mich auf der ersten Streckenhälfte gut gefühlt und mich dann sogar getraut ein wenig verfolgungsarbeit zu übernehmen. Das Rennen ist mir wichtig weil ich mich einerseits jetzt sehr gut für die EM in Serbien empfohlen habe und andererseits gib mir das rennen auch gutes feedback dass ich mich in der offenen Altersklasse behaupten kann.Ich freu mich schon auf den nächsten internationalen vergleich.


Jost bewies schon in der vergangenen Saison das er zu höchstleistungen fähig war, jedoch konnte er sich gegenüber hochwertiger Konkurenz bislang nicht durchsetzen.Genau diese war jedoch in Mol am Start und Jost zeigte in einem couragiertem Rennen dass er auch zu den Kandidaten auf einen Platz im Deutschen EM Kader zählt. Auf der 6200m Strecke ließ Jost nichts anbrennen und positionierte sich von vorherein in der Spitzengruppe. Das Feld der U20 Läufer zog sich aufgrund des hohen tempos des Niederländers, Tommy Staal, nach den ersten kilometern schnell in die Länge. Dahinter lieferten sich einige Läufer einen erbitterten Kampf um den zweiten Platz. es war Jost der diese Gruppe eingangs der letzten 1500m langen Runde sprengen konnte. Dicht auf den fersen folgte ihm lediglich Aaron Hanlon aus Irland. Kurz vor der letzten Sandpassage konnte Jost dem Druck des iren nich mehr standhalten und ließ ihn ziehen. Für die Zuschauer war an dieser Stelle klar das Jost sich den dritten platz schern würde, der wollte es jedoch noch einmal spannend machen. Auf den letzten Metern ließ Jost durch unachtsamkeit den ersten belgischen Läufer, Kersten Dieter noch an sich heran saugen. Als die beiden sich seite an seite über die Ziellinie warfen war lange nicht klar wer nun die heißumkämpfte bronzemedallie mit nach Hause nehmen würde. Nach hitzigen diskussionen entschied man sich in Mol auf ein unentschieden zwischen den beiden Läufern. Das Jost in einem derart gut besetztem Feld sich so gut verkaufen konnte übrraschte und freute alle begleiter.

Wir fragen jost selber: "Wie fühlt es sich an in einem international besetzem Rennen den Sprung aufs podest zu schaffen?"

Es fühlt sich einfach klasse an! Ich war selber etwas überrascht, dass der Einstieg in die Crosssaison so stark sein würde. Dieses erfolgserlebnis werde ich aus Mol nicht so schnell vergessen. Werde mit diesen hammer Gefühlen in Damrstadt mein bestes geben um diese Leistung zu wiederholen, wenn nicht sogar zu verbesser! Ich will mir schließlich einen Platz im U20 Kader nach Belgrad sichern.


Laura steiert sich von Rennen zu rennen in ihrem erstem Jahr als Läuferin. Obwohl die Abstände noch groß sind, nähert sie sich mit stetigen Schritten der Konkurenz. Sie überzeugte in dem Rennen, das eine deutsche Läuferin gewann, vor allem mit ihrer klugen Laufeinteilung und einem engagiertem Endspurt. Laura lief auf den 12 Platz in der U20 Wertung der Frauen.



Der held des Tages war eindeutig Manuell, dem in der Anfangsphase seines Rennens ein Schuh ausgezogen wurde. Mit einer härte und verbissenheit die an ostafrikanische Wunderläufer erinnerte kämpfte er sich jedoch ohne eine Grimasse zu ziehen bis ins Ziel. Bereits nach 200m fand das gerangel statt in dem Manu seinen Schuh verlor und in dem anschließend sein großer Zeh von einem gegnerischem Spike durchbohrt wurde. Unbeirrt zog er sein Rennen durch (manchen seiner Teamkollegen fiel erst im Ziel auf dass ein Schuh fehlte) und kämpfte bis auf den letzten halben Kilometer um eine Platzierung in den top ten. In der Schlussphase machte sich der fehlende Schuh und der ledierte Fuß jedoch deutlich bemerkbar und so rutschte er auf den 19. Rang ab. Schade das diser Junge Läufer aufgrund dieses Misgeschicks nicht sein wahres Potential abrufen konnte!

Noa und Miriam bewiesen starke Willenskraft. Auch sie hatten in der Startphase Unglück und wurden ans hintere Ende des Läuferfeldes durchgereicht. Direkt vor Noa's Augen fiel Miri kurz nach dem Start in den Sand und behinderte damit auch ihre Teamkollegin. Beide jungen Läuferinnen fanden sich also am Ende des Feldes.Mit energischem Einsatz kämpften die beiden sich vor. Noa konnte eine Läuferin nach der anderen einsammeln und Miri gelang es sogar bis in die vorderste Gruppe vor zustoßen. Miriam glänzte mit einem spektakulären Endspurt und dem dritten Platz, und auch Noa stellte mit einem 17. Platz ihren Coach mehr als zufrieden. Im ersten U18 Rennen der Mädchen konnten beide mit starken Leistungen überzeugen.

Das Teamkücken Leonel musste als erstes an den Start und schafte es ein erstes Ausrufereichen zu setzen. Er verlor das ganze Rennen über nie den Kontakt zur Spitzengruppe und belegte den zehnten Platz. Mit einem beeindruckendem Endspurt stürmte er in Sprintermanier über die ziellinie.

Ergebnisse Mol/BEL am 3.11.13

Männer ca. 9,2km
5. Fabian Clarkson   28:33  +41s

Bericht

Fotos

U20 - männlich  ca. 6,2km
3. Jost-Lennart Heese  20:06  +17s

U20 - weiblich ca. 4,2km
12. Laura Peschel   17:26  +2:31

U18 - weiblich ca.2,6km
3. Miriam Dattke  10:11  +16s
17. Noa Sehring     10:52  +57s

U18 - männlich ca. 4,2km
19. Manuel Walicki   14:00  +59s

U16 - männlich ca. 2,6km
10. Leonel Stenkhoff   9:31   +29s